Die Kunst des Loslassens

Ein großer Kraftsauger in unserem Leben sind Altlasten, die wir jeden Tag mit uns schleppen. 

“Energie folgt der Aufmerksamkeit” 

Wenn ich jeden Tag an das denke, was mich runterzieht, was mich traurig macht, was mich verletzt, dann kann ich noch so die “positive Psychologie” anwenden, aber es wird mehr schwer fallen, wirklich in die Höhe zu kommen und ein qualitatives und freies Leben zu führen. 

Dann können kleine Herausforderungen zu großen Themen werden, weil wir einfach nicht die Kraft und Power haben, uns um solche Dinge zu kümmern. 

Daher möchte ich Dir hier ein erfolgreiches Programm vorstellen, welches ich entwickelt habe, um konkret Altlasten beseitigen zu können. Das 16 Stufen Modell “Die Kunst des Loslassen von Kris Lenart” verhilft Dir praktisch Dinge loszulassen und ohne Be-schwer-de leben zu können. Denn solange wir das Schwere mit uns tragen, fallen wir in die Versuchung, uns dauernd zu beschweren, aber gleichzeitig haben wir auch große Schwierigkeiten mit Beschwerden umzugehen. 

Welche praktischen Schritte kann ich im Prozess des Loslassens gehen? 

 

Das 16 Stufen Modell “Die Kunst des Loslassens”© nach Kris Lenart

1)    Schmerz klar werden.

Es ist sehr hilfreich den Schmerz zu definieren und nieder zu schreiben. Was tut einem weh und was schmerzt hier? Warum schmerzt es?

2)    Bindung verstehen. 

Wie kam es zur Bindung? Alle Punkte aufschreiben. Wie kamen die ganzen „Schleifchen“, „Kettchen“, „Knötchen“, „Maschen“, „Bänder“, „Ketten“ an einen? Wenn man die ganzen Schleifchen öffnen möchte (und die ganzen Knötchen), muss man wissen, wie diese zustande gekommen sind. 

3)    Was habe ich daraus gelernt? 

Hier schreibst Du die Dinge auf, die sie aus der Situation, aus der Bindung, aus der Beziehung, aus der Einstellung gelernt hast. Alle positiven Dinge werden hier aufgeschrieben. 

4)    Unzerstörbares. 

Werde Dir klar, was trotz Abbruch, loslassen, Kontakt-Abbruch nicht verloren geht. Schreib alles auf, was für die Ewigkeit unzerstörbar ist und im positiven „weiter besteht“. 

5)    Verletzt. 

Wichtig ist, dass Du Dir klar wirst, wo sie Dich verletzt haben bzw. wo Du verletzt worden bist. Formulieren die Verletzungen mit dem dazugehörigen Gefühlen nieder. 

6)    Vergebung. 

Gehe die Schritte der Vergebung, denn auch Zorn, Hass, Rache und Wut bindet einen Menschen oder die negativen Umstände an sich. (Hier habe ich wenn Du es brauchst, ein 12 Stufen Modell der Vergebung entwickelt!) 

7)    Die Antwort auf die Fragestellung des Lebens. 

Oft fragen wir uns „Warum“. Warum bin ich gekündigt worden? Warum, habe ich diese Stelle / Beförderung nicht erhalten? Eine passende Aussage von Viktor Frankl dazu aus seinem Buch: Ärztliche Seelsorge: 

„Das Leben ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er (der Mensch) hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, der dem Leben zu antworten – das Leben zu ver-antworten hat. Die Antworten aber, die der Mensch gibt, können nur konkrete Antworten auf konkrete „Lebensfragen“ sein.“

Auch Elisabeth Lukas in ihrem Buch Sehnsucht nach Sinn schreibt ähnliches: 

„Das heißt, es ist gerade umgekehrt: Nicht das Fragen ist unsere Sache, sondern das Antworten, nicht das Warum ist für uns relevant für uns, sondern das Deshalb.“

Wir haben die Freiheit zu wählen in der Antwort: „Ich bin gekündigt worden, deshalb freut mich mein ganzes Leben nicht mehr.“ Oder zu sagen: „Ich bin gekündigt worden, deshalb gibt mir das Leben eine weitere Möglichkeit.“ 

Dementsprechend schreibt Elisabeth Lukas: 

„Die Fragen, die das Leben uns stellt, können wir uns nicht aussuchen, aber die Antworten, die wir darauf geben, sind Zeugnis unserer ureigensten geistigen Haltung, gleichsam „Fingerabdrücke“ unseres Ichs.“

Definiere in diesem Abschnitt Deine Antwort auf die Fragestellung des Lebens: „…., deshalb…“

8)    Grundprinzip des Lebens. 

Verstehe das Grundprinzip des Lebens: Wir können nichts mit Gewalt in diesem Leben halten oder bewahren. Alles ist ein Geschenk und eine Leihgabe für eine gewisse Zeit. Dazu gibt es ein wunderschönes Zitat von Elisabeth Lukas aus dem Büchlein, In der Trauer lebt die Liebe weiter:  „…Leihgabe zur Verfügung gestellt werden. Wir würden aber von vornherein wissen, dass wir diese Leihgabe wieder zurückgeben müssen – bis hin zum eigenen Leben, das wir ja auch einmal verabschieden müssen. Wenn wir zum Beispiel ein Haus bauen, hätten wir von vornherein das Bewusstsein: Einige Jahre dürfen wir darin leben, dann wird dieses Haus in andere Hände übergehen oder es wird abgerissen werden, weil es vielleicht nicht mehr modern ist – wir werden es ganz bestimmt nicht mitnehmen können. Wir dürfen es einige Zeit nutzen und uns daran freuen, dann müssen wir es wieder dankbar zurückgeben. Wir würden uns dann nicht klammern, weder an Menschen noch an Dinge, sondern souveräner, lockerer, gelassener durchs Leben gehen, aber auch mit wesentlich mehr Dankbarkeit, Wertschätzung, Freude und zwar dann, wenn der Anlass zur Freude da ist. Wir würden nicht erst im Nachhinein die Freude erkennen, die wir vorher hätten haben müssen. Wir bekommen eine ganz andere Lebensqualität, wenn wir die Botschaft der Trauer verstehen und leben.“

Schreibe in diesem Abschnitt nieder, dass Du die Freiheit des anderen, seinen Willen akzeptierst. Erkenne vor allem die Freiheit in diesem Abschnitt. Anerkenne,, dass wir nicht ein „Recht“ auf …haben.

9)    Die Wichtigkeit im Leben. 

Frage Dich ganz bewusst, was Dir wirklich wichtig ist? Finde heraus, was Dir wirklich wichtig ist im Leben. Rücke von der pyramidalen Vorstellen ab und frage Dein Herz, was wirklich wichtig ist. Schreibe Deine Werte nieder. Freue Dich an der Gnade des Lebendigseins. Aus dem Bekanntenkreis hat einer zuwenig Thrombozyten. Sein Leben ist bedroht. Nun versuchen die Ärzte durch einen „Chemo-Schock“ die Thrombozytenproduktion zu aktivieren. Habe Sehnsucht nach dem Sinn und schreibe die Punkte nieder, die Dir wirklich wichtig sind und vermehrt nun nachgehen willst. 

10)     Ja zum Leben. 

Sage wirklich Ja zum Leben. Entmachte die Kraft der Enttäuschung, indem Du Ja zum Leben sagst und auf einem Blatt Papier unterschreibst. 

11)     Was braucht der Mensch. 

Frage Dich, was der Mensch wirklich braucht. Frage Dich, was Du wirklich brauchst. Erkenne die Einfachheit des Lebens in Ihrer Genialität. 

12)     Urvertrauen. 

Werde Dich des Urvertrauens wieder bewusst. Du hast vor dem Schmerz gelebt, Du  wurdest davor getragen. Überdenke, was hat Dich in anderen schmerzvollen Situationen dennoch durchgetragen und Dich durchgebracht? In welchen Situationen konntest Du nichts dazu beitragen und es ist sagenhaft gut gelungen und gekommen? Was hast Du „unverdient“ erhalten? „Heute ist ein guter Tag! Muss nicht nur für mich sorgen, sondern es wird auch für mich gesorgt!“ Wachse in die Grundhaltung hinein: „Stimmig ist, wie es kommt!“ Entwickeln Sie dieses blinde Vertrauen versus nur Vertrauen durch Sicht. Sie müssen nicht alles wissen, sie müssen auch nicht alles können. Entspannen Sie und sagen Sie: „Es fühlt sich geborgen an.“

13)     Selbsttranszendenz. 

Komme zum Leben! Für was bist Du aufgehoben worden?  Wo möchtest Du Dich hingeben? Wo ist Deine Hingabe? Welches weitere Wichtige möchtest Du vertiefen ?(Freundschaften, Kinder, Ehe…)

14)     Gehen lassen. 

Lasse nun die Person oder die Sache gehen. „Ich habe absofort keinen Einfluss mehr drauf und ich will auch keinen drauf haben.“ Schließe Deinen Radius Detektor. Auf Deinem Radar sollte dies nun nicht mehr erscheinen. Lösche die Telefonnr. auf dem Handy, die „Freundschaft“ auf Facebook, entsorge die Bilder, Foto´s, Gegenstände, etc.. Werde ganz frei. Lasse den Gedanken oder die Person im Guten ziehen! „Der Person _________, soll es gut gehen! Diese Person schuldet mir nichts. Ich erwarte von Ihr/ Ihm nichts. Ich will dieser Person auch keine Bürde auflegen.” Habe dieses „selbstlose Wohlwollen“. Das Gute wird ausgesandt und es bleibt gut. Danke für das Gute, für die wunscherschöne Zeit, wir waren sehr glücklich miteinander. Meine Tür bleibt offen, wenn Du mich brauchst, aber auch wenn Du mich nicht brauchst, ist das OK. Mit besten Wünschen, viel Wert, denke ich gern an Dich und wünsche definitiv gutes Leben und verabschiede mich hiermit. 

15)     Visualisiere Deine Entscheidung. 

Lasse den Gedanken oder die Person in Liebe gehen. Winke der Person zu, sehe, wie diese Person in den Zug steigt und eine Weltreise beginnt. Lasse die Idee, wie die „Titanic-Version“ nach unten in die Tiefen des Meeres sinken. Setze es auf ein kleines Floß, Flußabwärts ohne Motor. Visualisiere den Abschluss. 

16)     Werden Dir nochmals Deines Rufes bewusst. 

Werde Dir Deines Rufes nochmals bewusst. Lebe die Selbst-Transzendenz in der vollen sinnvollen Hingabe aus. Mache gleich den ersten Schritt!

© Kris Lenart – Lenart Consulting e.U.

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